Zitate aus den Reden der Unterweisung

Die Reden der Unterweisung sollten Sie im Ganzen lesen. Hier stehen einige Zitate, damit Sie Appetit bekommen:

  • Nimm dich selbst wahr, und wo du dich findet, da lass dich. (340)
  • Soweit du ausgehst aus allen Dingen, so weit geht Gott ein mit all dem Seinen. (342)
  • Bist du gerecht, so sind auch deine Werke gerecht. (342)
  • Die Leute brauchen nicht so viel nachzudenken, was sie tun sollten. Sie sollten vielmehr bedenken, was sie sind. (342)
  • Die Werke heiligen nicht uns, wir sollen die Werke heiligen. (342)
  • Mit wem es recht steht, der hat Gott auf der Straße und bei allen Leuten ebenso gut wie in der Kirche. (344)
  • Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einem gedachten Gott; denn wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch der Gott. (348)
  • Der Mensch muss lernen, die Dinge zu durchbrechen und seinen Gott darin zu ergreifen. (350)
  • Das Gute ist nicht minder mächtig zu Gutem als das Böse zu Bösem. (358. 360)
  • Gebricht's dir nicht am Willen, sondern nur am Vermögen, so hast du es vor Gott alles getan. (360)
  • Tun wollen, sobald ich es vermag, und getan haben, das ist vor Gott gleich. (360)
  • Man kann Gott nicht besser finden als dort, wo man ihn lässt. (366)
  • Der Mensch ist allzu habgierig, dem es an Gott nicht genügt. (382)
  • Man muss lernen, mitten im Wirken innerlich ungebunden zu sein. (404)
  • Der ist viel glücklicher, der alle Dinge entbehren kann, und ihrer nicht bedarf, als wer alle Dinge mit Bedürfnis in Besitz hält. (426)
  • Der Mensch ist der beste, der das entbehren kann, was ihm nicht not tut. (426)
  • Soweit du in Gott bist, soweit bist du in Frieden. (432)
  • Wie viel du in Gott bist, das erkenne daran, ob du in Frieden oder Unfrieden bist. (432)

Die Nummern bei den Zitaten verweisen auf die Seitennummer in Meister Eckhart. Werke II. Herausgegeben von Nikolaus Largier. Frankfurt am Main 1993 (Bibliothek des Mittelalters, Band 21)