Im Spiegel Deiner Seele - Meister Eckhart und Marguerite Porète

Veranstaltungsplakat

Schauspiel mit gregorianischem Chor

 

Premiere: 01. Mai 2015 um 20:00 in Erfurt in der Predigerkirche

Weitere Aufführungstermine: 02. // 07. // 14. // 15. Mai 2015 jeweils um 20:00 in der Predigerkirche

 

Schauspiel von Harald-Alexander Korp
Regie: Dorothee Hollender
Schauspiel und Gesang: Andrea Seitz und Markus Fennert
Musikalische Leitung: Domkantor Prof. Silvius von Kessel
Gregorianischer Chor: Prof. Silvius von Kessel und Sänger der Dom-Schola

 

Eine fiktive Begegnung

Der große Theologe Meister Eckhart im Dialog mit der Begine Marguerite Porète. Zwei außergewöhnliche spirituelle Lehrer ihrer Zeit treffen aufeinander – Eckhart ist versehen mit hohen Kirchenämtern und den Würden eines anerkannten Universitätsprofessors. Marguerite führt ein zurückgezogenes Leben in einer Beginengemeinschaft und macht dennoch auf ihre Lehren aufmerksam in Worten, theologischen Schauspielen und Schriften.

Eckhart und Marguerite, die zu Lebzeiten voneinander gewusst haben, teilen viele Ansichten, stimmen in Kernpunkten ihrer theologischen Lehren sogar überein: Sie predigen den göttlichen Funken, der in jedem Menschen zu finden ist, und sprechen davon, auf der Suche nach Gott den Blick ins Innere der Seele zu wenden, ja, sogar eins zu werden mit der Gottheit.

Sie rütteln damit an den Grundsätzen der päpstlichen Lehre, denn wozu braucht man noch kirchliche Würdenträger, wenn jeder einzelne Mensch Gott in sich finden kann? Die Inquisition streckt ihre Hände nach den Andersdenkenden aus.

Eckhart kann sich rechtfertigen, erhöht zunächst sein Ansehen, um dann der Ketzerei angeklagt zu werden. Marguerite stirbt für Ihre Überzeugungen auf dem Scheiterhaufen. Das Schauspiel stellt Fragen: Marguerites Todesurteil muss Eckhart bekannt gewesen sein, nahm er Einfluss auf ihr Schicksal? Welche Bedeutung hatten die Schriften von Marguerite für Eckhart? Kann Eckharts und Marguerites Glaube an die Einheit von Gott und Mensch ein Vorbild für heutige Gläubige sein?

In Dialogen und Gesängen begegnen sie einander und erschaffen einen gemeinsamen spirituellen Raum.